Wissen um MS
Aktuelles zur MS-Behandlung 2025
Vortrag von OA Dr. Gerhard Traxler
Im Rahmen eines aktuellen Vortrags gibt OA Dr. Gerhard Traxler (Universitätsklinik für Neurologie, JKU Linz) einen verständlichen Überblick über den neuesten Stand der MS-Therapie. Die Präsentation richtet sich speziell an Betroffene und beleuchtet aktuelle Entwicklungen, Therapieoptionen und laufende Studien zur Multiplen Sklerose.
Die vollständigen Vortragsunterlagen stehen hier zum Download bereit.
Leben mit Multipler Sklerose – Rechte, Hilfen und Unterstützungen
Vortrag von Mag. Christian Penzeneder
Mag.(FH) Christian Penzeneder informierte in seinem Vortrag über die wichtigsten rechtlichen Ansprüche, Unterstützungsangebote und Hilfen für Menschen mit Multipler Sklerose. Themen waren unter anderem Pflegegeld, Behindertenpass, finanzielle Unterstützungen und Möglichkeiten der Rehabilitation.
Die vollständigen Vortragsunterlagen stehen hier zum Download bereit.
Wie Multiple Sklerose das Denken verändert – Neuropsychologische Diagnostik und Therapie
Vortrag von Mag. Julia Füreder
Mag. Julia Füreder erläuterte in ihrem Vortrag, wie Multiple Sklerose kognitive Fähigkeiten beeinflussen kann und welche Bedeutung eine gezielte neuropsychologische Diagnostik und Therapie für Betroffene hat. Im Fokus standen häufige Beeinträchtigungen, Möglichkeiten der Diagnostik sowie therapeutische Ansätze zur Erhaltung der Lebensqualität.
Die vollständigen Vortragsunterlagen stehen hier zum Download bereit.
Wissen um MS
Definition:
Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche und degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems. Bei diesem Leiden kommt es an unterschiedlichen Stellen des zentralen Nervensystems (im Gehirn, an den Sehnerven oder im Rückenmark) zu Entzündungen. Die Entzündungen entstehen durch den Angriff körpereigener Abwehrzellen.
Epidemiologie:
Multiple Sklerose ist die häufigste neurologische Erkrankung des jungen Erwachsenenalters. Erste Symptome treten bei den Betroffenen meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Frauen sind etwa dreimal so häufig betroffen wie Männer.
Ursachen:
Über die Entstehung von MS gibt es diverse Vermutungen. Neben der Infektionstheorie (z.B. EBV-Infektion) werden genetische- und Umweltfaktoren (z.B. Sonnenlicht, Vitamin D) sowie auch persönlicher Lebensstil (Rauchen, Übergewicht) diskutiert.
Symptome:
Frühe Anzeichen sind Störungen der Gefühlswahrnehmung in Armen und Beinen sowie des Gleichgewichts und Augennerventzündungen. Weitere Symptome beinhalten Ermüdungserscheinungen, kognitive Einschränkungen, Schwäche in den Beinen oder Armen, Blasenprobleme, sexuelle Störungen, Koordinationsstörungen und Schmerzen.
Verlaufsformen:
Bei den Verlaufsformen wird zwischen Schüben und Progredienz unterschieden, die das kontinuierliche Fortschreiten der bestehenden Krankheitssymptomatik bezeichnet.
Generell wird zwischen drei typischen Verlaufsformen unterschieden:
- Der schubförmige Verlauf: Er zeichnet sich durch das plötzliche Auftreten von Krankheitssymptomen aus, die sich danach vollständig oder auch unvollständig zurückbilden. Diese rein schubartige Form besteht bei etwa 80-85% Prozent der Betroffenen.
- Der sekundär progrediente Verlauf: Bei einem Teil der Patientinnen und Patienten geht der schubförmige Verlauf in eine (sekundär) chronisch progrediente Verlaufsform über. Zusätzlich kann es während dieser aber zu abgrenzbaren Schüben kommen.
- Der primär progrediente Verlauf (10-15%): Bei dieser Form verschlechtert sich das Krankheitsbild permanent und schleichend. Die bestehenden Symptome und damit Behinderungen nehmen stetig zu.